Die Themen des Dorfmuseum Gufidaun

 

Das Dorfmuseum Gufidaun ist ein volkskundliches, lokales Museum, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Objekte aus der Alltagskultur des Dorfes Gufidaun in vorindustrieller Zeit zu sammeln, für die Nachwelt zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit seinen vielschichtigem Inventar bietet es einen umfassenden Einblick in das dörfliche Leben vor dem Einzug des technischen Zeitalters. Im Mittelpunkt der Sammlung stehen dabei volkstümliche Arbeits- und Wirtschaftsgeräte aus Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Handwerk.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine urige Rußküche, eine gemütliche Schlafkammer, eine Stube mit der Künstlerecke von Josef Telfner, ein Mineralienraum sowie ein Schusterraum und ein „Torgglkeller“. Auch können ein vollständig eingerichteter Schulraum aus dem 20. Jh., ein zollerisches Epitaph und Votivtafeln aus dem Jahre 1750 besichtigt werden.

Das Museum wird immer wieder durch neue sehenswerte Objekte bereichert, die vor allem im Dachboden ihren Platz finden.


Bäuerliche Vorratswirtschaft und Weinbau

Kellergeschoß im Dorfmuseum Gufidaun

Das Kellergeschoß gewährt den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die bäuerliche Vorratswirtschaft und den lokalen Weinbau.


Ländliche Wohnkultur

Sitzecke mit Muspfanne

Eine „Rußkuchl“ (Rußküche) im Erdgeschoss mit originalem gotischen Gewölbe, eine Bauernschlafkammer und das Ensemble einer Sitzecke mit Muspfanne vermitteln den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck von ländlicher Wohnkultur.


Fast vergessenes Handwerk

Zwei Knospen aus der Schusterwerkstatt im 1. Stock

Eine vollständige Schusterwerkstatt im 1. Stock des Museums veranschaulicht die Komplexität dieses fast vergessenen Handwerks.

Das Schusterhandwerk wurde größtenteils vom Bauern selbst ausgeübt. Um einen Schuh herzustellen, bediente er sich mehrerer, eigens angefertigter Geräte.


Künstlerecke Josef Telfner

Josef Telfner, Künstlerecke

Einen Höhepunkt im Museum bildet die Künstlerecke des Südtiroler Malers Josef Telfner (1874–1948) vom Aichholz-Hof in Gufidaun.

Josef Telfner gehört zu den Einzelgängern in der Südtiroler Malerei der ersten Hälfte des 20. Jh. und hat ein reiches Werk an Ölbildern und Aquarellen hinterlassen, wovon einige im Dorfmuseum Gufidaun ausgestellt sind.


Alte bäuerliche Gegenstände

Ein Maisriffl

Viele alte bäuerliche Gegenstände, wie z.B. dieser funktionstüchtige „Maisriffl“, sind im Dachboden des Museums ausgestellt.


Sakrale und profane Kunst

Heiliger Geist

Das Dorfmuseum Gufidaun besitzt auch eine Sammlung verschiedener profaner und sakraler Kunstgegenstände.